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Trampolinspringen? Aber sicher!

7 Regeln für gesunden Hüpfspaß

Wenn es draußen warm wird, startet in vielen Gärten wieder die Trampolin-Saison. Doch die Hüpferei ist durchaus verletzungsträchtig. Nun haben 2 Unfallchirurgen 7 Regeln für unfallfreies Trampolinspringen zusammengetragen.

Wenn Arme brechen und Gelenke auskugeln …

Trampolinspringen macht Spaß, es fördert die Ausdauer, die Koordination und kräftigt die Muskeln. Die Kehrseite der fröhlichen Hüpferei ist allerdings die Verletzungsgefahr. Immer wieder kommt es zu Verstauchungen oder Knochenbrüchen an Armen, Händen, Füßen oder Beinen. Bei missglückten Akrobatikversuchen drohen sogar ausgekugelte Gelenke und Wirbelsäulenverletzungen, berichten die Orthopäden und Unfallchirurgen Andreas Toepfer und Primoz Potocnik aus ihrem beruflichen Alltag . Weil sie selbst Väter Trampolin-begeisterter Kinder sind, kennen sie sich mit den typischen Fallstricken beim Springen gut aus und haben 7 nützliche Tipps, die das Trampolinspringen zu einem sicheren Vergnügen machen:

  1. Ein Sicherheitsnetz ist obligat! Damit es wirklich sichert, muss es regelmäßig auf seine Funktionstüchtigkeit geprüft und bei Rissen ausgetauscht werden.
  2. Die Federelemente und der Rahmen des Trampolins müssen bedeckt sein, und die Bedeckung darf nicht verrutschen. Ein Fehltritt zwischen die Federn oder ein Sturz auf einen unbedeckten Rahmen kann größere Verletzungen hervorrufen. Besser als Stahlfedern sind stabile Gummiseilaufhängungen.
  3. Immer nur ein Kind aufs Trampolin! Sonst ist die Gefahr der Kollision zu groß. Besonders gefährlich ist es, wenn zwei verschieden schwere Kinder gleichzeitig hüpfen. Durch einen Katapulteffekt kommt es für den leichteren Hüpfer schnell zu Verletzungen.
  4. Babys und Kleinkinder dürfen noch nicht auf das Trampolin, denn sie haben noch keine ausreichend ausgeprägte Nacken- und Rumpfmuskulatur. Wann ein Kleinkind hüpfen darf, hängt vom körperlich en Entwicklungszustand ab. In der Regel ist ein Kind ab dem späten Kindergartenalter bzw. ab der Einschulung reif genug. Im Zweifel fragt man den Kinderarzt.
  5. Ohne Aufsicht darf nicht gesprungen werden. Die schwersten Unfälle ereignen sich, wenn keine Aufsichtsperson dabei ist.
  6. Vor allem beim missglückten Versuch eines Saltos entstehen häufig schwere Verletzungen. Kunststücke müssen deshalb unter professioneller Aufsicht geübt werden, z. B. im Turnverein. Saltos lassen sich gut im Schwimmbad beim Sprung vom Sprungbrett probieren, auch Bungee-Trampoline mit Sicherheitsgurt sind praktisch zum Üben akrobatischer Kunstsprünge.
  7. Nichts und niemand darf sich unterm Trampolin aufhalten. Und auch auf dem Trampolin hat Nichts außer dem Springer etwas zu suchen – weder Bälle, noch Spielzeug und natürlich auch keine Haustiere.

Quelle: MMW

| Von: Dr. med. Sonja Kempinski Bildrechte:Ramona Heim/Shutterstock.com

Hirnstimulation hilft langfristig

Bei schwerster Depression

Für Menschen, die unter schwersten, bisher nicht behandelbaren Depressionen leiden, gibt es jetzt einen Hoffnungsschimmer: In einer aktuellen Studie konnte ein eingepflanzter Hirnstimulator betroffene Patienten von ihrer schweren Depression befreien.

Lebensqualität massiv beeinträchtigt

Viele Depressionen lassen sich mit Medikamenten oder Psychotherapie in den Griff bekommen. Bei schwersten, therapieresistenten Fällen sieht das anders aus: Sowohl Antidepressiva, Psychotherapien als auch Elektrokrampfbehandlungen bringen dann keinen anhaltenden Erfolg. Nun gibt es Hoffnung, dass auch diesen Patienten geholfen werden kann. Geplant ist, sich das Prinzip der elektrischen Hirnstimulation zu Nutze zu machen: Dass diese die Stimmung zumindest für kurze Zeit aufhellt, ist schon länger bekannt. Ob damit eine Depression auch langfristig gebessert werden kann, hat jetzt eine deutsche Arbeitsgruppe um Volker Coenen und Thomas Schläpfer von der Universitätsklinik Freiburg untersucht. 16 Patienten, die seit 8 bis 22 Jahren an schwersten Depressionen gelitten hatten und denen mit keiner Behandlung geholfen werden konnte, wurden für die Studie ausgesucht.

Freude-Gebiet elektrisch stimuliert

Die Freiburger Neurochirurgen pflanzten den Patienten Elektroden in das Hirngebiet, das an der Regulation von Freude und Belohnung beteiligt und dadurch auch für die Lebensqualität von hoher Bedeutung ist. Danach verbanden die Ärzte die Elektroden mit einem Impulsgeber, den sie im Brust- oder Bauchbereich des Patienten unter der Haut platzierten. Mit Hilfe dieses Impulsgebers wurde das Freude-und-Belohnungsgebiet nun kontinuierlich stimuliert. Die Wirkung auf die Stimmung und das Ausmaß der Depression dokumentierten die Ärzte monatlich mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens, der sogenannten MARD-Skala.

Die tiefe Hirnstimulation wurde von den Patienten gut vertragen. Das Einpflanzen der Hirnelektroden, wobei als seltene Nebenwirkungen Gehirnblutungen und vorübergehende neurologische Symptome wie Lähmungen auftreten können, verlief bei den Studienpatienten problemlos. Nebenwirkungen der Stimulation wie Euphorie oder Persönlichkeitsveränderungen traten bei den Patienten nicht auf. 2 Patienten hatten eine Infektion im Implantationsgebiet des Impulsgebers, die aber erfolgreich behandelt werden konnte. Im Allgemeinen beträgt das Infektionsrisiko bei diesem Eingriff etwa 5–7%.

Jeder Zweite nicht mehr depressiv

Im Laufe der einjährigen Studie reagierten alle Patienten auf die Hirnstimulation. Am Studienende hatte 8 Patienten auf der MARD-Skala Werte unter 10 und galten damit als nicht mehr depressiv. „Die Patienten haben jahrelang mit schwersten Depressionen gekämpft und nichts hat Besserung gebracht. Die tiefe Hirnstimulation führte bei den meisten innerhalb von Tagen zu einer deutlichen Linderung, die dann auch durchgehend anhielt,“ betont Studienleiter Thomas Schläpfer. Aufbauend auf diesen Ergebnissen wird die tiefe Hirnstimulation jetzt an einer größeren Gruppe therapieresistenter depressiver Patienten untersucht.

Quelle: DÄB

| Von: Dr. med. Sonja Kempinski Bildrechte:SunKids/Shutterstock.com

Mit Babys altersgemäß sprechen

Die geistige Entwicklung fördern

Dreijährige aus besser situierten Familien haben einen doppelt so großen Wortschatz wie sozial benachteiligte Kinder. Dabei kommt es gar nicht auf das Geld an. Kinder brauchen für ihre geistige Entwicklung vor allem Eltern, die auf sie eingehen und altersgemäß mit ihnen sprechen.

Babys hören auf Ammensprache

Sehr kleinen Kindern gegenüber schlagen die meisten Menschen instinktiv den richtigen Ton an. Sie sprechen mit hoher Stimme, dehnen die Vokale, betonen übermäßig und wiederholen ihre Aussagen. Diese Ammensprache kommt bei den Jüngsten am besten an. Melden sich die Kleinen dann selbst zu Wort, ist es wichtig, sie bei ihren ersten Klangexperimenten zu ermutigen. Hier hat es sich bewährt, Laute zu wiederholen oder leicht zu verändern. Das lädt zum Nach- und Mitmachen ein. 

Zeit der Zeichensprache

Babys sind wahre Sprachgenies. Ihr Wortschatz wächst rapide. Bereits mit einem halben Jahr kennen sie viele Worte. Bis sie richtig sprechen können, behelfen sich viele Kinder mit Zeichensprache. Kluge Eltern unterstreichen ihre Worte nun ebenfalls mit Gesten. Als Gesprächsgegenstand eignen sich alltägliche Handlungen und Ereignisse. Sie sind für die Kleinen jetzt von besonderem Interesse. 

Frage und Antwort Spiel

Eineinhalb-Jährige beherrschen bereits die Kunst, Fragen zu stellen und zu beantworten. Dies lässt sich zum Beispiel beim Betrachten eines Bilderbuchs ausbauen. Die Auswahl an Wo- und Was-Fragen ist nahezu unbegrenzt. Außerdem dürfen immer mehr Worte ins Spiel kommen. Denn der aktive Wortschatz der Kleinen wächst nun von Tag zu Tag. 

Erzähl mir eine Geschichte

‚Warum‘ lautet eines der wichtigsten Worte im Vokabular Dreijähriger. Aufmerksame Eltern stillen nicht nur den Wissensdurst ihrer Kinder. Sie ermuntern ihrerseits mit Warum- und Wie-Fragen zum Erklären und Berichten. Das bietet sich nun besonders an, denn Kinder dieses Alters unterscheiden zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Damit beginnt die Zeit des Geschichtenerzählens. Wer diese Gabe fördert, wird später mit guten Aufsätzen belohnt werden.

Quelle: Kinder- und Jugendärzte im Netz

| Von: Susanne Schmid/ Kinder- und Jugendärzte im Netz Bildrechte:Yuganov Konstantin/Shutterstock

Besser auf Wasser umsteigen!

Süßgetränk lockt Herzinfarkt

Ob Cola, Limo oder Energy-Drink: Wer viele Süßgetränke konsumiert, droht nicht nur dick zu werden. Einer amerikanischen Untersuchung zufolge erhöht der reichliche Genuss dieser Getränke das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben.

38 Würfelzucker in einem Liter Cola

Süßgetränke sind schon lange dafür bekannt, alles andere als gesund zu sein. In einem Liter Cola stecken gut 38 Stück Würfelzucker, das sind etwa 27 g Zucker in einem Glas. Ähnlich hoch sind die Zuckerwerte bei Limonaden und Energy-Drinks. Gesundheitlich ist der hohe Zuckergehalt höchst kritisch. Er fördert nicht nur die Gewichtszunahme, sondern begünstigt wahrscheinlich auch die Entstehung von Typ 2 Diabetes. Ob der regelmäßige Genuss von Süßgetränken zudem das Risiko erhöht, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu versterben, haben jetzt amerikanische Forscher um die Epidemiologin Vasanti Malik von der Universität Harvard untersucht.

21 Prozent erhöhtes Sterberisiko

Zu diesem Zweck wurden die Daten aus zwei großen Beobachtungsstudie mit über 110.000 Männern und Frauen ausgewertet. Darin hatten die Teilnehmer über Jahrzehnte hinweg regelmäßig Angaben zu ihrem Lebensstil gemacht, unter anderem auch zum Konsum von Süßgetränken. Bei der Auswertung der Daten der über 7000 im Beobachtungszeitraum Verstorbenen zeigte sich, dass das Sterberisiko tatsächlich dosisabhängig anstieg: Bei 2 bis 6 Süßgetränken pro Woche war das Risiko, an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, schon um 6% erhöht im Vergleich zu Personen, die weniger als 1 Süßgetränk pro Monat tranken. Wer 2 oder mehr Süßgetränke pro Tag zu sich nahm, hatte sogar ein um 21% erhöhtes Risiko, an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu versterben.

Diät-Getränke auch nicht sicher

Auf Diät-Getränke umzusteigen ist auch keine sichere Alternative: Hier war das Risiko für tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 13% erhöht, allerdings nur bei den Personen, die mehr als 6 Getränke pro Tag zu sich nahmen.

Möglicherweise sind nicht nur die Süßgetränke selbst, sondern auch noch andere Faktoren eines ungesunden Lebensstils für den Anstieg des Sterberisikos verantwortlich. So könnte der reichliche Genuss süßer Getränke – ob mit echtem Zucker oder künstlich gesüßt – an den Zuckergeschmack gewöhnen und die Menschen insgesamt süßere Speisen essen lassen, mutmaßt die Epidemiologin. Um erfolgreich von diesem ungesunden süßen Lebensstil wegzukommen, empfiehlt sie, wenigstens die Süßgetränke mit Wasser zu ersetzen.

Quelle: DÄB

| Von: Dr. med. Sonja Kempinski Bildrechte:Fizkes/Shutterstock.com

So bringt Ihr Hund Sie nicht zu Fall

Gefahr für alte Knochen

Hunde und Senioren passen gut zusammen: Wer im Alter einen Hund besitzt, leidet seltener an Einsamkeit und bewegt sich mehr. Doch leider erhöht die Hundehaltung die Sturzgefahr für alte Menschen. Hier finden Sie Tipps, damit Ihr Hund Sie nicht zu Fall bringt.

Ältere Frauen betroffen

Hund und Mensch sind schon seit Jahrtausenden ein gutes Team. Die Vierbeiner helfen bei der Jagd, suchen Lawinenopfer, erschnüffeln Drogen und führen Blinde. Auch alte Menschen profitieren von den Fellnasen. Wer einen Hund hat, bewegt sich mehr, geht häufiger an die frische Luft und hat mehr soziale Kontakte. Doch leider hat der Hund auch eine Kehrseite für Senioren – beim Hundespaziergang ist die Sturzgefahr erhöht. Betroffen sind laut einer amerikanischen Analyse von Unfallursachen aus 100 Notfallambulanzen vor allem ältere Frauen. Die Folgen solcher Stürze sind häufig Knochenbrüche. Die Hälfte der gestürzten Frauen brach sich Hand, Arm oder Schulter, knapp ein Fünftel sogar die Hüfte.

So beugen Sie Stürzen vor

Senioren jetzt von der Hundehaltung abzuraten, hieße jedoch das Kind mit dem Bade auszuschütten. Es gibt nämlich ein paar gute Tipps, um sich gegen den Sturz beim Hundegang zu wappnen:

  • Bei der Wahl des Hundes ist es sinnvoll, sich eine senioren-geeignete Hunderasse auszusuchen. Ein Pudel, Labradoodle oder Cavalier King Charles Spaniel ist für einen älteren Menschen besser geeignet als eine Dogge oder ein quirliger Jack Russell Terrier.
  • Welpen sind aus vielerlei Hinsicht für Senioren ungünstig. Besser ist ein Hund im mittleren Alter, der seine wilden Teenagerjahre schon hinter sich hat. Im Tierheim warten genügend Vierbeiner in ihren besten Jahren, die für ältere Menschen geeignet sind. Dort wird man auch bezüglich Charakters und Temperaments seines neuen Freundes gut beraten.
  • Beim Gassigehen sollte man die Leine keinesfalls um die Hand wickeln! Besser ist es auch, die Leine im Zweifelsfall lieber loslassen als selbst zu stürzen.
  • Wer die Umgebung gut im Blick behält, wird von der Aktion seines Hundes nicht überrascht.
  • Gutes Benehmen und ruhiges Verhalten kann man in jedem Alter lernen und trainieren. Der Besuch einer Hundeschule ist deshalb immer angebracht, wenn man sich einen neuen Hund nach Hause holt.

Quelle: DÄB

| Von: Dr. med. Sonja Kempinski Bildrechte:Fotokostic/Shutterstock.com

Hilfe bei Madenwurmbefall

Wenn’s am Hintern juckt

Häufiger als man denken würde: Etwa 20 Prozent der Kindergarten- und Grundschulkinder in Europa sind von im Darm lebenden Madenwürmern befallen. Was man dagegen tun kann, erfahren Sie hier.

Wie gelangt der Wurm ins Kind?

Die Madenwurmerkrankung wird immer dann übertragen, wenn Wurmeier in den Mund gelangen und verschluckt werden. Im Darm schlüpfen dann die Larven und wachsen heran. Die erwachsenen Madenwurmweibchen kriechen vor allem nachts aus dem Darm und legen ihre Eier in die Falten um den After ab. Dies führt zu Juckreiz und das Kind kratzt sich am Po. Aufgrund der hohen Klebrigkeit haften die Wurmeier sehr gut unter den Fingernägeln und an Spielzeug. Eine erneute Selbstinfektion sowie Infektion anderer Kinder erfolgt dann z.B. bei:

• In-den-Mund-Nehmen von Spielsachen, die zuvor eine infizierte Person in der Hand hatte

• Kratzen im Analbereich und anschließenden Finger-Mund-Kontakt

• Nägelkauen nach Kontakt zu kontaminierten Oberflächen oder Utensilien

• mangelndem Händewaschen vor dem Essen.

Nachweis und Therapie eines Madenwurmbefalls

Madenwurminfektionen sind in der Regel harmlos. Nach 2 bis 6 Wochen kommt es meist zu Juckreiz im Bereich des Afters und im Kot finden sich auch Würmer. In seltenen Fällen können aber auch Bauchkrämpfe, Durchfälle sowie Entzündungen am Darmausgang auftreten, die sich v.a. bei Mädchen auf die Scheide ausweiten. Zum Nachweis eines Madenwurmbefalls fertigt der Arzt ein sogenanntes „perianales Klebestreifen-Abklatsch-Präparat“ an. Hierzu wird morgens vor dem ersten Stuhlgang ein Klebestreifen auf den Bereich um das After geklebt, der anschließend unter dem Mikroskop auf Eier untersucht wird. Bei positivem Befund wird ein Medikament zur Entwurmung verschrieben, z.B. Mebendazol.

Im Darm lebende Würmer abzutöten ist erstmal nicht schwer. Komplizierter ist es, sich vor einer erneuten Infektion zu schützen. Um dieser vorzubeugen, sollten folgende Schritte befolgt werden:

• Entwurmung aller engen Kontaktpersonen im Haushalt

• Aufklärung der Kinder

• Kürzen der Fingernägel

• regelmäßiges Händewaschen, v.a. vor dem Essen

• tägliches Wechseln der Unter- und Bettwäsche

• Waschen von Unter- und Bettwäsche bei mindestens 60 ° C.

Quelle: Ärzteblatt

| Von: Christina Winzig Bildrechte:EKirillova/Shutterstock

UV-Schutz im Frühling

UV-Index beachten!

Der Winter ist auf dem Rückzug und die ersten Sonnenstrahlen locken ins Freie. Aber Vorsicht: Gerade im Frühling sollte man die UV-Belastung nicht unterschätzen. Welcher UV-Schutz jeweils der richtige ist, verrät der UV-Index.

Warum UV-Schutz?

Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs haben eine gemeinsame Ursache: Ultraviolette Strahlen. Diese Strahlen machen den kurzwelligen Bereich des Sonnenlichts aus und sind weder fühl- noch sichtbar. „Ihre schädliche Wirkung merken wir erst dann, wenn die Hautzellen bereits geschädigt sind und der Körper darauf reagiert“, erklärt Professor Dr. Eckhard, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP). „Das erzeugt dann ein unangenehmes Gefühl bis hin zu brennenden Schmerzen“, berichtet der Dermatologe.

Was macht den Frühling so gefährlich?

„Unterschätzen Sie nicht die Intensität der Frühlingssonne“, warnt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Dass die Sonnenstrahlen im Frühling so gefährlich sind, liegt an einer besonderen meteorologischen Konstellation. Normalerweise schützt die Ozonschicht vor den UV-Strahlen. Jetzt im Frühling fließt ozonarme Luft von den Polkappen und den Subtropen zu uns. Die Ozonschicht wird dünn und löchrig. Dadurch trifft mehr UV-Strahlung auf die Erdoberfläche. Das verlangt nach einem angemessenen UV-Schutz.

UV-Index informiert über Schutzmaßnahmen

Ob Sie einen Regenschirm benötigen, verrät der Wetterbericht. Über den nötigen UV-Schutz informiert der UV-Index (UVI). Der UVI sagt voraus, welche Tageshöchstwerte an sonnenbrandwirksamen UV-Strahlen zu erwarten sind. Er umfasst eine Skala von 1 bis 11+. Jedem Skalenabschnitt sind bestimmte Vorkehrungsmaßnahmen zugeordnet. Beispielsweise erfordern UVI-Werte von 1–2 keinen UV-Schutz. Ab einem UVI-Wert von 3 werden T-Shirt, Sonnenschutzmittel und Kopfbedeckung erforderlich. Bei UVI-Werten über 8 ist es besser, mittags nicht nach draußen zu gehen.

Was tun gegen UV-Belastung?

Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht alle drei Tage auf seiner Webseite UVI-Werte für zehn Vorhersagegebiete in Deutschland. Im Frühling sind UVI-Werte zwischen 4 und 6 zu erwarten. Gut vorbereitet ist, wer sich langsam an die Frühlingssonne gewöhnt. Beispielsweise, indem er mittags einen sonnengeschützten Ort aufsucht.

Quelle: Deutsche Krebshilfe

| Von: Susanne Schmid/ Sara Steer Bildrechte:ESB Professional/Shutterstock

Blutdruck messen - aber richtig!

Kardinalfehler vermeiden

Den Blutdruck selbst zu messen ist für viele Menschen Routine. Automatische Blutdruckmessgeräte für zuhause sind aber nur vermeintlich leicht zu bedienen – denn einige Regeln müssen auch hier beachtet werden, um verlässliche Werte zu erhalten.

Die Position macht´s aus

Die Bestimmung des Blutdrucks ist bei vielen Erkrankungen von Bedeutung. Gut, dass es auch zu Hause möglich ist, seinen Blutdruck zuverlässig zu kontrollieren. Inzwischen gibt es eine Reihe von technisch ausgefeilten Messgeräten, mit denen sich der Blutdruck am Oberarm oder am Handgelenk selbstständig ermitteln lässt. Doch leider kann man bei der Messung trotzdem eine Menge falsch machen. Die American Heart Association hat die häufigsten Fehler und die besten Tipps für eine korrekte Blutdruckmessung zusammengestellt:

  • Besonders wichtig ist beim Blutdruckmessen die Position. Der systolische Blutdruck ist im Liegen 3 bis 10 mmHg höher als im Sitzen. Wenn unbedingt im Liegen gemessen werden muss, sollte man dabei ein Kissen unter den Oberarm legen, damit sich Messstelle und Herz auf gleicher Ebene befinden.
  • Im Sitzen sollte bei der Messung der Oberarm nicht einfach herabhängen. Am besten legt man ihn bequem so ab, dass sich die Manschette des Messgerätes im Niveau des Vorhofs befindet, also etwa in der Mitte des Brustbeins.
  • Es ist wichtig, sich bei der Blutdruckmessung zu entspannen und mit dem Rücken gut anzulehnen. Ist der Rücken nicht gestützt, kann der systolische Blutdruck um bis zu 15 mmHg und der diastolische um bis zu 6 mmHg steigen.
  • Die Beine dürfen bei der Messung nicht übergeschlagen oder gekreuzt werden. Beinekreuzen beim Blutdruckmessen lässt den Blutdruck systolisch um bis zu 8 mmHg, diastolisch um bis zu 5 mmHg ansteigen.
  • Wer ein Handgelenkmessgerät benutzt, muss es sorgfältig anlegen. Der Sensor muss genau über der daumenseitigen Unterarmarterie (Arteria radialis) positioniert sein. Im Zweifel kann man sich den Messpunkt von seinem Arzt oder Apotheker zeigen lassen.
  • Das Handgelenk muss bei einer Handgelenksmessung über den gesamten Messvorgang hinweg gestreckt und in Höhe des Herzens gehalten werden. Ganz einfach geht das zum Beispiel, wenn man dazu im Sitzen den Ellenbogen bequem auf einen Tisch aufstützt.

Blutdruck-Uhren vor die Brust!

Neben den bewährten Blutdruckmessern für Oberarm und Handgelenk gibt es inzwischen auch andere Möglichkeiten, den Blutdruck zu messen. Ganz up to date ist für viele, dafür das Smartphone zu nutzen. Dabei wird der Finger auf das Dysplay gelegt und der Blutdruck bestimmt, indem spezielle Apps die Hautdurchblutung messen. Doch diese Methode ist nicht ausreichend geprüft, warnen die Kardiologen und raten davon ab.

Weiter entwickelt in puncto Blutdruck-Messung seien dagegen Smartwatches und andere Blutdruck-Uhren. Aber auch hier bleibe abzuwarten, ob diese Geräte dauerhaft zuverlässige Messergebnisse liefern können. Neue interessante Messtechnologien für die Blutdruck-Uhren sind dafür schon in Erprobung. Wer jetzt schon seinen Blutdruck mit Hilfe eine Blutdruck-Uhr messen möchte, sollte sie bei der Messung auf jeden Fall in vors Herz halten.

Quelle: DÄB

| Von: Dr. med. Sonja Kempinski Bildrechte:Image Point Fr/Shutterstock.com

7 Tipps gegen Zahnfleischbluten

Karotten knabbern, Bürste checken

Einmal zu fest geputzt und schon blutet das Zahnfleisch – wer unter empfindlichem Zahnfleisch leidet, kennt dieses Phänomen. Mit diesen 7 Tipps stärken Sie Ihr Zahnfleisch, so dass Blutungen keine Chance haben.

Zähne nicht zu heftig putzen

Typische Ursache für Zahnfleischbluten ist die Zahnpflege selbst: Gefährdet ist, wer seine Zähne seltener als 2 Mal am Tag putzt oder eine zu harte, feste oder ausgefranste Zahnbürste benutzt. Ein weiterer Risikofaktor ist der gutgemeinte, aber zu grobe Umgang mit der Zahnseide, heißt es in Medical News Today. Auch Zahnfleischentzündungen sowie blutverdünnende Medikamente erhöhen die Anfälligkeit für Blutungen.

Wenn es blutet, pressen Sie so lange eine saubere Kompresse oder ein Stück Mull auf die betroffene Stelle, bis die Blutung aufhört. Auch kühlen hilft, z.B. mit einem Eiswürfel für ungefähr 10 Minuten.

Tipps für widerstandsfähiges Zahnfleisch

Im besten Fall entsteht Zahnfleischbluten erst gar nicht. Diese Tipps helfen, um Verletzungen am Zahnfleisch ganz zu vermeiden:

  1. Benutzen Sie die passende Zahnbürste! Bei empfindlichem Zahnfleisch sind weiche Zahnbürsten richtig. Wechseln Sie die Zahnbürste sobald sie ausgefranst ist, aber spätestens alle 3 bis 4 Monate. Putzen Sie Ihre Zähne zweimal am Tag für 2 Minuten, um das Zahnfleisch sanft abzuhärten.
  2. Sanft ist auch die Devise, wenn Sie Zahnseide benutzen. Lassen Sie sich beim nächsten Zahnarztbesuch zeigen, wie Sie schonend die Zahnzwischenräume damit reinigen.
  3. Manche Zahnärzte empfehlen Mundspülungen, typische Wirkstoffe dafür sind Chlorhexidin oder Wasserstoffperoxid. Weil diese Mundspülungen jedoch die wichtige Bakterienkultur im Mund stören, empfiehlt es sich, sie nur über einen kürzeren Zeitraum von maximal zwei Wochen regelmäßig einzusetzen. Chemiefrei vorbeugen lässt sich mit Salzwasserspülungen: Lösen Sie einen halben Teelöffel Salz in 225 ml warmen Wasser auf. Spülen Sie sich damit mehrfach am Tag den Mund und spucken Sie die Salzlösung dann wieder aus.
  4. Gewöhnen Sie sich das Rauchen ab! Rauchen verengt die Gefäße und fördert Zahnfleischentzündungen.
  5. Vermeiden Sie Nahrungsmittel mit hohem Zuckeranteil und raffinierten Kohlenhydraten – sie erhöhen das Kariesrisiko und schaden so langfristig auch dem Zahnfleisch.
  6. Knabbern Sie zwischen den Mahlzeiten Karotten und Sellerie, der Peelingeffekt durch die Faserbestandteile von Gemüse und auch Vollkornprodukten mindert Zahnbeläge und fördert die Mundgesundheit.
  7. Gehen Sie regelmäßig zur Kontrolle zum Zahnarzt und lassen Sie Ihre Zähne regelmäßig professionell reinigen.

Wann muss Zahnfleischbluten zum Arzt?

Wenn Zahnfleischbluten sich nicht stillen lässt oder trotz oben genannter Verhaltensregeln immer wieder auftritt, ist der Gang zum Zahnarzt angesagt. Außerdem sollten Sie den Zahnarzt aufsuchen, wenn gleichzeitig Veränderungen an Zähnen, Zahnfleisch oder im Mund sowie Schmerzen und Fieber auftreten.

Quelle: Medical News Today

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Geschlechtsverkehr trotz Herzleiden

Sex führt nicht zu Herzinfarkten

Viele Menschen mit Herzerkrankungen fürchten, dass sie einen Herzinfarkt erleiden, wenn sie Geschlechtsverkehr haben. Ein Forscherteam aus Ulm räumt mit dieser Sorge auf. Menschen mit Herzleiden müssen ihr Sexualleben nicht einschränken. 

Rückfälle bei sexuell aktiven Patienten nicht häufiger

Über einen Zeitraum von zehn Jahren untersuchten die Wissenschaftler mehr als 500 Männer und Frauen im Alter von 30 bis 70 Jahren. Alle Studienteilnehmer hatten einen Herzinfarkt erlitten. Die Wissenschaftler befragten die Teilnehmer, wie häufig sie in den zwölf Monaten vor dem Herzinfarkt Geschlechtsverkehr hatten und wann sie den letzten Geschlechtsverkehr vor dem Herzinfarkt hatten. Als kritisch gilt ein Zeitfenster von zwei Stunden vor dem Infarkt. Doch lediglich 0,7 Prozent der Studienteilnehmer hatten innerhalb dieses Zeitrahmens Geschlechtsverkehr. Bei über 78 Prozent der Teilnehmer trat der Herzinfarkt mindestens 24 Stunden nach dem Sex auf. Während der Langzeitstudie erlitten 100 Patienten einen weiteren Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Rückfälle traten bei sexuell aktiven Teilnehmern nicht häufiger auf.

Sorge vor Herzinfarkten durch Sex ist unbegründet

„Die Daten unserer Langzeitstudie zeigen, dass sexuelle Aktivität kein relevanter Auslöser für einen Herzinfarkt ist und bei Patienten mit stabiler Herzerkrankung auch langfristig keine negativen Auswirkungen hat“, berichtet Professor Dietrich Rothenbacher, Leiter des Instituts für Epidemiologie und Medizinische Biometrie der Universität Ulm.

Die Studie schließt eine wichtige Informationslücke und räumt mögliche Sorgen und Ängste von Menschen mit Herzerkrankung aus. „Weniger als die Hälfte der Männer und weniger als ein Drittel der Frauen, die einen Herzinfarkt erlitten haben, erhalten ausreichende Informationen darüber, ob sie weiterhin sexuell aktiv sein können. Es ist wichtig, dass den Patienten versichert werden kann, dass sie sich nicht sorgen oder ihr gewohntes Sexualleben einschränken müssen“, erklärt Prof. Rothenbacher.

Erektionsstörungen als Nebenwirkung von Herzmedikamenten

Rothenbacher weist außerdem darauf hin, dass einige Herzmedikamente als Nebenwirkung Erektionsstörungen begünstigen. Nehmen Betroffene wegen ihrer Herzbeschwerden Nitrate ein und möchten mit Hilfe von Potenzmitteln den Erektionsstörungen entgegenwirken, droht ein plötzlicher Blutdruckabfall mit Bewusstlosigkeit. Männer mit Herzerkrankungen sollten sich deshalb bei Erektionsstörungen in einem vertraulichen Gespräch an ihren Arzt wenden und von der eigenmächtigen Einnahme von Potenzmitteln absehen.

Quelle: Universität Ulm

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Wie bricht das Herz?

Ursache liegt wohl im Gehirn

Bei Liebeskummer ist oft von einem gebrochenen Herzen die Rede. Doch hinter dieser Redewendung steckt tatsächlich eine ernstzunehmende Erkrankung, deren Ursache Forscher nun genauer untersucht haben.

Emotionaler Stress als Auslöser für Herzschmerzen

Bei dem Broken-Heart-Syndrom, auch Takotsubo-Syndrom genannt, kommt es infolge einer extremen Stresssituation, z.B. Trennung vom Partner, Tod eines geliebten Menschen oder extreme Freude über einen Lottogewinn, zu einer plötzlich eintretenden Störung der Pumpfunktion des Herzens. Die Symptome eines „gebrochenen Herzens“, zu denen Brust- und Herzschmerzen, Atemnot und Todesangst zählen, werden meist mit einem Herzinfarkt verwechselt, obwohl es zu keiner Verengung von Herzgefäßen kommt. Im Ultraschall zeigt sich eine Ausdehnung der linken Herzkammer, die daraufhin nicht mehr richtig arbeitet, d.h. kein Blut mehr aus dem Herzen pumpt. Meist erholen sich Patienten von dem Takotsubo-Syndrom, allerdings entwickeln ca. 10 Prozent der Betroffenen einen kardiogenen Schock, der bei 5 Prozent zum Tod führt.

Störungen in bestimmten Hirnregionen vermutet

Das Syndrom ist sehr selten und macht etwa 2 Prozent aller akuten Koronarsyndrome aus, weshalb die genaue Ursache bisher noch nicht erforscht wurde. Nun haben Forscher des Universitätsspitals Zürich die Gehirnaktivität im Ruhezustand von 15 Patientinnen, deren Herzattacke etwa ein Jahr zurücklag, mit 39 gleichaltrigen gesunden Frauen verglichen. Die Ergebnisse zeigten bei den Patientinnen eine Störung im limbischen System. Diese Gehirnregion ist u.a. zuständig für die Kontrolle von Emotionen, die Kontrolle des vegetativen Nervensystems und die Regulation der Herzfunktion. Zudem sind Teile des limbischen Systems auch an der Entstehung von Depressionen und Stimmungsschwankungen beteiligt. „Die Regionen, die unseren Ergebnissen zufolge bei Patienten mit dem Takotsubo-Syndrom weniger stark miteinander kommunizieren, sind ausgerechnet jene Areale, die auch unsere Stressantwort kontrollieren. Entsprechend könnte ihre verminderte Kommunikation einen Einfluss darauf haben, wie gut die Betroffenen mit Belastungen umgehen, und sie anfälliger für das Takotsubo-Syndrom machen«, erläutert Christian Templin vom Universitätsspital Zürich. Ob diese Störungen nun ursächlich für das Takotusbo-Syndrom sind oder umgekehrt eine Folge davon, ist unklar und muss in weiteren Studien genauer untersucht werden.

Quelle: Ärzteblatt

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Neue FSME-Risikogebiete benannt

Gefahr aus der Zecke

Das Frühjahr kommt, und mit ihm die Zecken. Je nachdem, wo man in Deutschland von einer Zecke gebissen wird, droht eine Infektion mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Jetzt hat das Robert Koch Institut (RKI) die Karte der FSME-Risikogebiete aktualisiert und 5 neue Gebiete hinzugefügt.

583 Erkrankungen gemeldet

Schon der Zeckenbiss selbst ist schmerzhaft und unangenehm. Die wahre Gefahr lauert jedoch in den Infektionen, die die blutsaugenden Parasiten übertragen. Neben der Borreliose ist das die gefürchtete FSME, die zu Hirnhautentzündung und Lähmungen führen kann. Im letzten Jahr wurden 583 FSME-Fälle an das RKI gemeldet, im Jahr davor 486. Doch nicht alle Zecken tragen FSME-Viren in sich. In welchen Regionen das FSME-Risiko hoch ist, erfasst das RKI jedes Jahr in einer speziellen Übersichtskarte.

FSME erobert das Emsland

Bisher waren vor allem Bayern und Baden-Württemberg sowie der Süden von Thüringen und Hessen Hochburgen der FSME. Jetzt hat das RKI drei weitere Landkreise in Bayern, das Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und mit dem Emsland das erste Gebiet in Niedersachsen zum FSME-Risikogebiet erklärt. Gegen FSME impfen lassen sollten sich alle Menschen, die in Risikogebieten wohnen und häufig in Berührung mit Zecken kommen. Mögliche Übertragungswege sind Spaziergänge im halbhohen Gras, aber auch Haustiere, die die Zecken mit in die Wohnung bringen.

So schützen Sie sich

Am besten ist es, Zeckenbisse überhaupt zu vermeiden, rät Peggy Wiesner vom Landesamt für Verbraucherschutz im Deutschen Ärzteblatt. Helle Kleidung beim Durchwandern von Wiesen und Wäldern helfen, Zecken schon draußen schnell zu entdecken und zu entfernen. Geimpfte und Nicht-Geimpfte Personen sollten ihren Körper nach dem Aufenthalt im Freien auf Zecken absuchen. Entfernt man eine Zecke, darf diese nicht gedreht oder mit Öl oder Klebstoff beträufelt werden. „Dies würde das Tier unnötig reizen und könnte dazu führen, dass es seinen Speichel und somit mögliche Infektionserreger abgibt“, erklärte Wießner.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

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Machen Allergien den Babypo wund?

Dem Windelausschlag auf der Spur

Wenn das Baby dauernd wund am Po ist, verträgt es womöglich sein Essen oder sein Fläschchen nicht. Vor allem bei ausgeprägtem Windelausschlag und Durchfällen empfehlen türkische Kinderärzte, nach einer Nahrungsmittelallergie zu fahnden.

Tausend Reize für den Po

Der Windelausschlag begegnet fast allen Eltern: 2 Drittel aller Wickelkinder leiden mindestens einmal darunter, am häufigsten im Alter zwischen 9 und 12 Monaten. Als Ursachen für den wunden Po kommen viele Faktoren in Frage, die sich oft gegenseitig verstärken. Reizende Duft- und Konservierungsstoffe in Pflegeprodukten oder Fertigwindeln, das luftdicht abgeschlossene Windelklima und beißender Urin und Stuhl können dem Po ganz schön zusetzen. Ist die gesunde Säureschutzbarriere der Haut dann angeschlagen, haben Pilze oder Bakterien ein leichtes Spiel.

Reizende Kuhmilch, irritierende Eier

Vor allem die Kombination aus Durchfall und schlechtem Windelklima bietet einen idealen Nährboden für Windelausschlag. Wie oft der eigentliche Auslöser eine Nahrungsmittelallergie ist, haben jetzt türkische Kinderärzte untersucht. Sie sichteten die Daten von 157 Babys, die mindestens einen Monat lang an einem Windelausschlag litten und mit Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie in ein Krankenhaus eingewiesen worden waren. Gut drei Viertel der Kinder wiesen Durchfall oder anderen Magen-Darm-Probleme auf und 123 Kinder hatten eine Allergie. 96 Kinder vertrugen Kuhmilch nicht, 32 reagierten auf Eier und 3 auf Weizen. Babys, die auf mehrere Nahrungsmittel allergisch waren, hatten zumeist einen besonders ausgeprägten Windelausschlag, der sich durch eine lokale Behandlung kaum eindämmen ließ.

Ist das Allergen weg, freut sich der Po

Bei drei Viertel der Kinder führte das Weglassen des schädlichen Nahrungsmittels zur teilweisen oder vollständigen Abheilung des wunden Pos. Diesen Erfolg führten die Forscher darauf zurück, , dass die allergiebedingten Durchfälle abnahmen. Bei Babys mit hartnäckigem Windelausschlag und häufigen Durchfällen raten sie deshalb, nach Nahrungsmittelallergien zu fahnden. Wird dann das schuldige Nahrungsmittel weggelassen, sind die Chancen gut, dass der Durchfall aufhört und der Po aufatmet.

Quelle: Pediatric dermatology

| Von: Dr. med. Sonja Kempinski Bildrechte:Krystyna Taran/Shutterstock.com

Atemaussetzer im Schlaf

Schlafapnoe ist gut therapierbar

Schnarcher sowie Menschen mit einer chronischen Lungenerkrankung leiden überproportional häufig unter Atemaussetzern im Schlaf, einer sogenannten Schlafapnoe. Das ist nicht ganz ungefährlich, kann aber behandelt werden.

Atemaussetzer: Anzeichen für Schlafapnoe

Eine Schlafapnoe verursacht in erster Linie einen oftmals unterbrochenen und damit unerholsamen Schlaf. „Bei Patienten mit Schlafapnoe neigen die Atemwege während des Schlafens immer wieder zu Verschluss, was zu wiederholten Atemstillständen - oft für zehn oder gar zwanzig Sekunden - führt“, erläutert Prof. Adrian Gillissen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lungenstiftung (DLS) und Direktor der Klinik für Lungen- und Bronchialmedizin am Klinikum Kassel. Bei einer Schlafapnoe entspannt sich während des Schlafens die Muskulatur im Rachenraum so sehr, dass die Zunge nach hinten fällt und die Atemwege verengt. Dann wachen die Betroffenen auf.

Folgen der nächtlichen Atemaussetzer

Bleibt eine Schlafapnoe unbehandelt, steigt das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Denn der Sauerstoffmangel infolge der Schlafapnoe führt auch zu einer Beeinträchtigung der Herztätigkeit verbunden mit arteriosklerotischen Veränderungen der Blutgefäße, die zunächst unbemerkt bleiben mögen. Die Folgen können Bluthochdruck, Schlaganfälle, Herzinfarkt und weitere Herzerkrankungen sein“, warnt Prof. Gillissen.

Die Schlafapnoe erfordert deshalb eine möglichst frühzeitige, fachärztliche Therapie. Wer regelmäßig unter Schlafstörungen leidet, sollte sich zunächst beim Lungenfacharzt untersuchen lassen. Eine nächtliche Schlafapnoe-Messung mit einem tragbaren Gerät für zu Hause sowie eine Schlaflabor-Untersuchung sichern die Diagnose.

Atemmaske gegen Atemaussetzer im Schlaf

Die effektivste Methode zur Behandlung einer Schlafapnoe ist die CPAP-Therapie (Atemwegs-Überdruckbehandlung, englisch: continuous positive airway pressure). Dabei hält eine Atemmaske durch konstanten Überdruck die Atemwege frei. „Für rund 70 Prozent der Patienten, die nachts eine CPAP-Atemmaske tragen, kann die Lebensqualität deutlich verbessert werden“, betont Prof. Gillissen. Therapiealternativen sind spezielle Unterkieferschienen oder Zungen-Schrittmacher, die das Erschlaffen der Muskulatur im Rachenraum verhindern.

Quelle: Deutsche Lungenstiftung

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Die besten Tipps bei Bindehautentzündung

Von Antihistaminika bis Augentrost

Tränende Augen, Brennen, Jucken und verklebte Lider – eine Bindehautentzündung kann ganz schön lästig werden. Da ist der Griff zu Augentropfen oft verlockend, um dem Spuk ein schnelles Ende zu bereiten. Doch manchmal ist die Bindehautentzündung leider gar nicht so harmlos: Hinter roten und juckenden Augen kann durchaus eine ernsthafte Erkrankung stecken, die ärztlich Betreuung benötigt. Wann Sie zum Augenarzt gehen sollten und wann Sie mit Unterstützung Ihres Apothekers zur Selbsthilfe greifen dürfen.

Viele Ursachen möglich

Im Frühjahr geht es für viele Heuschnupfen-Geplagte wieder los mit dem lästigen Augenjucken und Augentränen. Auch Zugluft oder Schwimmbadwasser sind Auslöser für gereizte Augen, die man in aller Regel selbst behandeln kann. Aber nicht immer lassen sich solche harmlosen Ursachen von ernsteren Erkrankungen des Auges unterscheiden, wie zum Beispiel 

  • Trockenen Augen
  • Allergien auf Kosmetika
  • Fremdkörpern, die unbemerkt unter das Lid dringen
  • infektiösen Bindehautentzündungen, die durch Viren, Bakterien, Parasiten oder sogar Pilze verursacht werden.

Hinweis: Nehmen Sie eine Bindehautentzündung nicht auf die leichte Schulter. Wenn hinter dem roten Auge eine schwerwiegende Erkrankung steckt, drohen irreversible Schäden am Auge bis hin zum Sehverlust!

Bei diesen Anzeichen sofort zum Arzt

Es gibt Warnzeichen, bei denen Sie an eine Bindehautentzündung denken und gleich einen Augenarzt aufsuchen sollten. Verdächtig sind einseitige Veränderungen oder Rötungen, eitriges Sekret sowie stark verklebte Augenlider nach dem Aufwachen. Auch wenn Sie schon lange unter brennenden, juckenden und geröteten Augen leiden, ist es wichtig, die Beschwerden augenärztlich abklären zu lassen. Gehen Sie außerdem sofort oder noch am gleichen Tag zum Augenarzt bei

  • gleichzeitigen Sehstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen
  • Schmerzen und Druckgefühl am Auge
  • eingedrungenen und verbliebenen Fremdkörpern.

Hinweis: Wenn sich Ihr Kind oder Ihr Neugeborenes mit geröteten, juckenden und tränenden Augen quält, suchen Sie umgehend einen Kinderarzt auf! Hier ist Selbsthilfe ohne ärztliche Betreuung immer der falsche Weg.

Augentropfen und Salben

Besteht kein Verdacht auf eine schwere Erkrankung oder ist der Auslöser wie Zugluft, gechlortes Schwimmbadwasser oder Heuschnupfen bekannt, hilft Ihnen Ihr Apotheker weiter. Er befragt Sie zur Sicherheit meist nochmals zu Ihren Beschwerden und schickt Sie, wenn nötig, zum Augenarzt. Bei nicht-infektiösen, harmlosen Bindehautentzündung wählt er ein Präparat aus, das genau zu Ihren Beschwerden passt:

  • Tränenersatz und Dexpanthenol lindern die Beschwerden besonders sanft. Vor allem Dexpanthenol beruhigt und heilt gereizte Bindehäute und darf nach Bedarf getropft oder gesalbt werden. Typische Vertreter sind Bepanthen®Augentropfen, dispatenol® Augentropfen, Hylo Care® Augentropfen oder Kerato Biciron®Augensalbe.
  • Gegen allergisches Augenbrennen, Augenjucken und Rötungen helfen Mastzellstabilisatoren (zum Beispiel Pollicrom®Augentropfen oder Cromhexal®Augentropfen) und Antihistaminika (zum Beispiel Allergodil® akut Augentropfen oder Azela-Vision®MD sine). Antihistaminika werden bei Bedarf getropft. Bei Mastzellstabilisatoren ist es dagegen wichtig, diese schon einige Tage vor dem zu erwartenden Pollenflug einzusetzen, damit sie ihre volle Wirksamkeit entfalten.
  • Für die unspezifische Bindehautentzündung steht zur Selbstmedikation der entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkstoff Salicylsäure 1% zur Verfügung (zum Beispiel Posiforlid-Comod® Augentropfen). Er darf höchstens 2 Wochen lang bis zu viermal täglich getropft werden. Stärker wirksame Präparate aus der Klasse der nicht-steroidalen Entzündungshemmer sind die rezeptpflichtigen Diclo-Vision® sine Augentropfen oder Voltaren®ophtha Augentropfen.
  • Der Wirkstoff Bibrocathol desinfiziert und schützt die Augenbindehaut. Ihn gibt es als Augensalbe (zum Beispiel Posiformin®2%), die 3-5 Mal täglich ins Auge eingebracht wird. Schwangere und Stillende dürfen das Präparat jedoch nicht verwenden.
  • Weißmacher wie zum Beispiel Berberil®N oder Televis-Stulln®DU sind sehr effektiv – sie verengen die Augengefäße und sorgen dafür, dass die Schleimhaut abschwillt. Sie dürfen diese Präparate allerdings nicht länger als 5 Tage anwenden, weil sonst die Gefäße Schaden nehmen und ein chronisches rotes Auge droht.

Hinweis: Benutzen Sie keine Weißmacher, wenn Sie unter einem Glaukom oder Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden! Die in diesen Augentropfen enthaltenen Wirkstoffe können den Blutdruck und den Augeninnendruck erhöhen. Vorsicht ist zudem bei Trockenen Augen geboten. Da Weißmacher die Durchblutung der Bindehaut vermindern, verstärken sie häufig die Beschwerden eines Trockenen Auges.

Linderung durch Pflanzenmedizin

Auch die Pflanzenmedizin hat bei harmloseren Bindehautentzündungen einiges zu bieten. Der gemeine Augentrost wirkt antientzündlich und ist zum Beispiel in Herba-Vision®Augentrost Augentropfen oder in dem anthroposophischen Präparat Wala®Euphrasia Augentropfen enthalten. Weleda Calendula D4 Augentropfen unterstützen die Heilung bei unspezifischen Reizungen mit Ringelblume, Visine® Müde Augen Sensitive mit Tamarindensamen.

Hinweis: Legen Sie sich keine Kamillentee-Kompressen aufs Auge! Weil sie Allergien auslösen und Keime ins Auge einschleppen können, rät der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands von diesem alten Hausmittel ab.

Neben der Behandlung des Auges mit Tropfen und Salben sind für eine schnelle Heilung einige Verhaltensregeln während der Erkrankungsdauer zu beachten.

  • Verzichten Sie auf Kontaktlinsen. 
  • Schützen Sie Ihre Augen mit einer Brille vor Zugluft und UV-Strahlung. 
  • Spülen Sie Ihre Augen regelmäßig mit isotonischer Kochsalzlösung, besonders nach großen Staubbelastungen. 
  • Lenken Sie den Ausstrom Klimaanlagen und Lüftungen nicht auf Ihr Gesicht. 
  • Rauchen Sie nicht, meiden Sie Passivrauch. 
  • Sorgen Sie für hohe Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen.
  • Vor allem bei infektiöser Bindehautentzündung: Waschen Sie regelmäßig Ihre Hände und fassen Sie sich so wenig wie möglich ins Auge. 

Tipp: Fragen Sie Ihren Apotheker nach Einzeldosispipetten. Das ist praktisch für unterwegs und besonders hygienisch. Augentropfen ohne Konservierungsmittel sind zudem weniger reizend für die empfindliche Bindehaut.

Wer diese Empfehlungen beherzigt, sollte innerhalb von 2 Tage deutliche Besserung spüren. Gehen die Beschwerden nicht zurück, suchen Sie unbedingt einen Augenarzt auf!

Quelle: Sabine Werner, Rote Ampel für das rote Auge, DAZ 42, Seite 36, 2018

| Von: Dr. med. Sonja Kempinski Bildrechte:Rido/Shutterstock.com

Von der Kippe zum Krippentod

Rauchen während der Schwangerschaft

Genüsslich an der Zigarette ziehen, während das Kind im Bauch tritt – ein absolutes No-Go, denn Rauchen in der Schwangerschaft schadet der Entwicklung des Kindes. Kinder rauchender Schwangerer leiden aber auch nach der Geburt noch unter erheblichen Komplikationen.

Unerwarteter Kindstod im ersten Lebensjahr

Bereits eine Zigarette am Tag erhöht das Risiko, dass das Kind im ersten Lebensjahr plötzlich und unerwartet stirbt. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Children's Center for Integrative Brain Research (CIBR) in Seattle. Das Institut untersuchte 19.127 Kindstode, die sich zwischen 2007 und 2011 ereigneten. Diese wurden mit 20 Millionen Geburten aus dem gleichen Zeitraum verglichen, bei denen es zu keinem plötzlichen Krippentod kam. Hierzu wurden Formulare ausgewertet, in denen Schwangere über ihr Rauchverhalten 3 Monate vor und während der Schwangerschaft Auskunft gaben. Die Ergebnisse der Auswertung sind eindeutig: es besteht eine statistisch signifikante Beziehung zwischen dem Rauchverhalten der Mutter und einem unerwarteten Kindstod im ersten Lebensjahr. Das Risiko stieg dabei linear mit jeder zusätzlichen Zigarette.

Rauchen vor Schwangerschaft erhöht ebenfalls das Risiko


Doch auch das Rauchen vor der Schwangerschaft zeigte deutliche Auswirkungen. Für Kinder, deren Mütter vor der Schwangerschaft geraucht hatten, jedoch während der Schwangerschaft auf das Zigarettenrauchen verzichteten, stieg das Risiko eines unerwarteten Krippentodes ebenfalls an. Im Vergleich zu Müttern, die während der Schwangerschaft rauchten, war das Risiko jedoch deutlich geringer.

Weniger Rauchen reduziert das Risiko


Ein reduziertes Rauchverhalten während der Schwangerschaft hingegen senkte das Risiko eines Krippentodes um 12 Prozent, ein völliger Verzicht sogar um 23 Prozent. Sollte das Rauchen ursächlich für Krippentode sein, so könnten laut Tatiana Anderson vom CIBR 800 der 3700 jährlichen Krippentode in den USA verhindert werden, wenn Frauen vor und während der Schwangerschaft auf das Rauchen verzichten.

Quelle: Ärzteblatt

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Impfung gegen Gürtelrose

Kassenleistung für Gefährdete

Mehr als 300 000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Gürtelrose, zwei Drittel davon sind über 50 Jahre alt. Darauf reagieren jetzt auch die Krankenkassen: Die seit letztem Jahr verfügbare Impfung wird für über 60 -Jährige und besonders gefährdete Personengruppen Kassenleistung.

Monatelange Nervenschmerzen bei bis zu 30 Prozent der Betroffenen

Die Gürtelrose, auch Herpes zoster genannt, ist das höchst unangenehme Wiederaufflackern einer alten Windpockeninfektion. Der bläschenförmige, oft gürtelförmigen Hautausschlag tritt bevorzugt am Rumpf auf und verursacht unangenehmen Juckreiz. Je nach Alter entwickeln bis zu 30 % der Patienten nach Abheilen der Bläschen noch monatelang andauernde Nervenschmerzen, die sogenannte postherpetische Neuralgie.

Schwere Verläufe vor allem im Alter

Seit letztem Jahr gibt es einen Totimpfstoff, der zuverlässig gegen die Gürtelrose schützt. Weil die Gürtelrose bei Menschen im fortgeschrittenen Alter oft zu schweren Krankheitsverläufen führt und auch häufiger postherpetische Neuralgien auftreten, empfiehlt die STIKO diese Impfung allen Menschen über 60 Jahren und den Über-50-Jährigen mit schweren Grunderkrankungen. Dazu gehören Immundefekte, aber auch die rheumatoide Arthritis, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Diabetes sowie chronisch obstruktive Lungenerkrankungen und Asthma bronchiale.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat sich den Empfehlungen der STIKO jetzt angeschlossen. Er teilt mit, dass die Impfung gegen Gürtelrose für Menschen über 60 Jahren und für Über-50-Jährige mit oben genannten schweren Grunderkrankungen zur Kassenleistung wird.

4 Jahre Schutz vor Gürtelrose

Geimpft wird zweimal im Abstand von 2 bis 6 Monaten intramuskulär, z. B. in den Oberarm. Bei etwa jedem 10. Geimpften treten Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit und Kopfschmerzen auf, sie klingen in der Regel aber innerhalb von 1 bis 2 Tagen wieder ab. Die Impfung mit dem neuen Herpes zoster-Totimpfstoff schützt nach aktueller Datenlage für mindestens 4 Jahre vor Herpes zoster und vor der postherpetischen Neuralgie.

Quelle: GBA

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Internet halbiert Alkoholkonsum

Raus aus der Sucht!

Es gibt zahlreiche Hilfen für Alkoholabhängige, um vom Trinken loszukommen. Auch im Internet – leider bisher nur mit mäßigem Erfolg. Doch jetzt konnte ein neues, an den Nutzer angepasstes internetbasiertes Selbsthilfeprogramm beim Kampf gegen die Sucht überzeugen.

Kampf gegen die Sucht ist schwer

In Deutschland leiden über 3 Millionen Menschen an einer alkoholbezogenen Störung. Methoden und Programme zur Reduktion des Alkoholkonsums gibt es viele, sowohl in Gruppentherapien, Reha-Einrichtungen als auch barrierefrei im Internet. Doch die Erfolge sind mäßig, der Kampf gegen die Sucht für Alkoholabhängige ist und bleibt schwer.

Ob ein individuell angepasstes internetbasiertes Selbsthilfeprogramm Menschen besser helfen kann, ihren problematischen Alkoholkonsum zu reduzieren, haben jetzt Ärzte von der Uniklinik Hamburg in einer kontrollierten Studie an 608 Erwachsenen untersucht. Teilnehmer waren Männer und Frauen mit riskantem Alkoholkonsum, d.h. mit einer Aufnahme von > 24 Gramm (Männer) bzw. > 12 Gramm (Frauen) reinem Alkohol täglich.

Internet als Verhaltenstherapeut

Grundlage der Untersuchung ist die neu entwickelte Software Vorvida mit verschiedenen Elementen aus der kognitiven Verhaltenstherapie, die individuell an den Nutzer angepasst wurde. Auf diese Weise entstand eine Art Dialog mit Unterstützung für Situationen, in denen das Risiko für einen Alkoholmissbrauch hoch ist. Die Interventionsgruppe erhielt sofort Zugang zu dem neuen Programm, die Kontrollgruppe erst nach Abschluss der Studie.

Alkoholkonsum halbiert

Nach 6 Monaten war bei den Teilnehmern der Interventionsgruppe der durchschnittliche tägliche Alkoholkonsum auf etwa die Hälfte zurückgegangen, berichten Jördis Zill und ihre Koautoren im Deutschen Ärzteblatt. Im Vergleich zur Kontrollgruppe tranken sie etwa 11 g Alkohol täglich weniger, außerdem waren sie 3 Tagen im Monat seltener betrunken. Das internetbasierten Selbsthilfeprogramm kam auch gut an: 94% der Nutzer würden es Freunde und Bekannten mit ähnlichen Problemen weiterempfehlen.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

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Allergie oder Erkältung?

Der Weg zur richtigen Therapie

Nicht nur im Winter – auch im Frühling haben Schnupfennasen Hochsaison. Die Ursachen sind vielseitig. Während die einen noch mit einer verspäteten Erkältung kämpfen, leiden die anderen bereits unter den ersten Pollen. 

Allergischer Schnupfen - Niesanfälle, brennende Augen und Schleimhäute

10 Prozent der Kinder und 5 Prozent der Erwachsenen leiden unter einem allergischem Schnupfen. Dieser stellt sich ein, wenn das Immunsystem verstärkt auf an sich harmlose Blütenpollen reagiert. Typisch sind nimmer enden wollende Niesanfälle und eine laufende Nase. Je nach Betroffenem kommen tränende Augen, eine juckende Rachenschleimhaut oder Asthmaanfälle hinzu. Einige reagieren in der Allergiezeit auch auf Lebensmittel wie Nüsse, Äpfel, Erdbeeren oder Tomaten.

Erkältungsschnupfen - zuerst läuft die Nase, dann ist sie verstopft

Ein Erkältungsschnupfen entsteht unter Einwirkung von Viren. Zu Beginn äußert er sich in Form eines Fließschnupfens mit wässrigem, klaren Nasensekret. Später verdickt oder verfärbt sich der Schleim und verstopft Nasen- oder Stirnhöhlen. Häufig geht der Erkältungsschnupfen mit Halsschmerzen und Husten einher.

Das passende Spray für Erkältungspatienten und Allergiker

Ob Allergie oder Erkältung – für jede Schnupfennase gibt es das passende Nasenspray. In der akuten Erkältungsphase erleichtern abschwellende Sprays die Nasenatmung. Sie sind maximal dreimal täglich über fünf Tage einzunehmen und lassen sich gut mit befeuchtende Salz- oder Meerwassersprays kombinieren. Allergiker erhalten diese Medikamentenform mit antiallergischen Wirkstoffen. Bei starken allergischen Beschwerden empfiehlt sich ein Spray mit Glukokortikoiden.

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Hausarzt statt Warteliste

Schnelle Hilfe bei Panikstörungen

Panikstörungen sind häufig, verfügbare Therapieplätze aber leider selten. Betroffene warten oft monatelang, bevor sie eine passende Betreuung finden. Nun zeigt eine Studie: Hausärzte könnten die Versorgungslücke schließen.

Verhaltenstherapie beim Hausarzt

Meist ist der Hausarzt der einzige Ansprechpartner für Menschen mit Panikstörungen. Eine Betreuung, die durchaus effektiv sein kann – wie eine Studie mit 419 Patienten jetzt ergab. Dabei nahmen 73 Hausarztpraxen an einem Projekt teil, das Patienten im Rahmen eines Übungsprogramm gegen Panikstörungen begleitete. Das Therapieprogramm enthält Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie und wird ambulant durchgeführt. Über 23 Wochen werden Betroffene dabei unterstützt, mindestens zweimal wöchentlich selbstständig Übungen durchzuführen. Diese beinhalten sowohl Körper- als auch situative Expositionsübungen, also Übungen, bei denen sich Patienten angstauslösenden Situation aussetzen. Zusätzlich erhalten die Teilnehmer ein Therapiebegleitbuch und protokollieren ihre Beschwerden. Begleitet wird das Therapieprogramm vom Hausarzt, der den Patienten vier strukturierte Arzttermine anbietet. Wichtige Ansprechpartner sind aber auch die medizinischen Fachangestellten, die die Betroffenen regelmäßig telefonisch kontaktieren und zum Therapieverlauf und – erfolg befragen.

Stabile Erfolge über 12 Monate

Eine Strategie, die auch nach 12 Monaten noch Erfolg zeigte: Teilnehmer des Interventionsprogramms litten im Vergleich zu Patienten aus der Kontrollgruppe seltener unter Panikattacken, waren weniger depressiv und legten weniger Vermeidungsverhalten an den Tag. Vor allem Körperübungen wurden von den Patienten gut angenommen und besser akzeptiert als eine Therapie mit Psychopharmaka. 

Quelle: Ärzteblatt

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